Energiespartipps

Ob als Mieter oder als Eigentümer: Sie können Ihre Energiekosten mit geringem Aufwand reduzieren. Dazu müssen Sie meist keine großen Investitionen tätigen. Oft fehlen nur die entsprechenden Informationen zu den Einsparmöglichkeiten für einen bewussteren Umgang mit Energie.

Unsere Energiespartipps helfen Ihnen im Haushalt und im alltäglichen Leben beim Energiesparen. Informieren Sie sich über die verschiedenen Maßnahmen und erfahren Sie, wie Sie Ihre Energiekosten ganz einfach senken können.

 

Heizen, Lüften, Kühlen

Ein Grad wärmer: Sechs Prozent Mehrkosten

Wärme dosieren. Überheizen Sie Ihre Wohnung nicht. Bedenken Sie dabei immer: Pro zusätzlichem Grad Celsius Raumtemperatur müssen Sie mit rund sechs Prozent Mehrkosten für die Heizung rechnen.

Rollläden schließen

Lassen Sie die Wärme nicht entweichen! Schließen Sie nachts Ihre Rollläden und die Vorhänge, damit die Wärmeverluste durchs Fenster verringert werden. So sparen Sie bis zu vier Prozent Ihrer Heizkosten.

Möbel richtig platzieren

Versperren Sie der Wärme nicht den Weg und halten Sie die Heizkörper frei. Denn lange Vorhänge, ungünstig platzierte Möbel und auf die Heizkörper montierte Trockenstangen mit Handtüchern oder Wäsche schlucken bis zu 20 Prozent Wärme.

Thermostatventile richtig nutzen

Stellen Sie Thermostatventile richtig ein. Bei richtiger Handhabung können Thermostatventile zu einer Energieersparnis von bis zu 20 Prozent beitragen.

Die witterungsgeführte Regelung an der Heizung wird durch Thermostatventile an den Heizkörpern ergänzt. Sie ermöglichen die raumbezogene Temperaturregelung. Wenn der Raum über die eingestellte Temperatur hinaus erwärmt wird, schließt sich das Ventil automatisch. Räume, die die gewünschte Temperatur noch nicht erreicht haben, werden weiter aufgeheizt.

Quelle: ASEW

Heizungspumpe im Sommer abstellen

Stellen Sie die Heizungspumpe in den Sommermonaten ab. Ggf. sollte man sie einmal pro Monat kurz laufen lassen, damit sie sich nicht festsetzt. In einigen Heizungsregelungen ist diese Funktion bereits integriert. Fragen Sie dazu Ihren Heizungsinstallateur oder Ihre Wartungsfirma.

Hydraulischer Abgleich

Optimieren Sie Ihre Hydraulik. Ein hydraulischer Abgleich spart zwischen 10 und 20 Prozent Brennstoffkosten.

Im verzweigten Rohrsystem der Heizung und den Heizkörpern selbst herrscht an verschiedenen Stellen unterschiedlicher Druck. Das hängt vom Rohrdurchmesser, dem Wasserdurchfluss und der Leistung der Heizungspumpe ab.

Wasser geht immer den Weg des geringsten Widerstandes. So verteilt sich warmes Wasser ungleichmäßig im System. Damit sich niemand über zu kalte Räume beschwert, wird daher häufig die Vorlauftemperatur oder die Pumpleistung erhöht. Dadurch steigt die Temperatur des Heizungsrücklaufes oft so an, dass keine Brennwertnutzung entstehen kann. Bei Erhöhung der Vorlauftemperatur entstehen zusätzlich unnötige Wärmeverluste im System. Bei Erhöhung der Pumpleistung erhöht sich der Stromverbrauch der Pumpe und es kommt an manchen Stellen zu Geräuschentwicklungen.

Lüften - aber wie lange?

Frischluft ist das Nonplusultra für ein gesundes Raumklima. Doch stundenlang gekippte Fenster sorgen kaum für frische Luft, sondern für eine hohe Heizkostenrechnung. Ein ständig gekipptes Fenster kann Energiekosten von ca. 200 Euro pro Jahr verursachen.

Gesundheitlich wie bauphysikalisch ist ein Raumklima von 40 - 60 Prozent relativer Feuchte bei ca. 20 °C optimal. Sinkt die Luftfeuchte unter 40 Prozent relativer Feuchte, kann die trockene Luft die Schleimhäute reizen. Steigt der Feuchtegehalt auf 70 Prozent oder mehr, ist Schimmelbildung im Wohnraum fast unvermeidbar.

Folgende Faustregeln gelten beim Lüften:

  • nur 2 - 3 Minuten bei Frost
  • ca. 5 Minuten bei 0 - 5°C
  • 5 - 10 Minuten bei 5 - 10°C
  • 10 - 15 Minuten bei 10 - 15°C

Denken Sie daran, nach dem Kochen und dem Duschen kurz zusätzlich zu Lüften. Drehen Sie die Thermostatventile an den Heizkörpern während des Lüftens grundsätzlich ab.

Wohlfühlklima im Schlafzimmer

Lüften und heizen Sie Ihr Schlafzimmer richtig, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Oft werden Schlafzimmer weniger beheizt als z.B. das Wohnzimmer. Das führt auch zu niedrigen Oberflächentemperaturen der Außenwände und erhöht somit die Gefahr der Kondensation von Feuchtigkeit aus der Raumluft. Fatal wirkt sich daher eine "Beheizung" des Schlafzimmers durch das Öffnen der Schlafzimmertür aus. In dem Fall gelangt zwar warme, aber auch feuchtere Luft aus dem Wohnraum in das Zimmer und erhöht so die Feuchtebelastung des Raumes zusätzlich. Besser ist eine moderate Beheizung des Raumes.

Frischluftkur für das Bad

Lüften Sie das Badezimmer richtig - vor allem nach dem Duschen und Baden.

Vorteilhaft ist kurzes Lüften direkt nach dem Duschen und Baden. Dann hat die Feuchtigkeit keine Zeit an den Wänden zu kondensieren. Lüften Sie nicht zu lange, da dadurch die Wände und Möbeloberflächen auskühlen.

Auf Außenwände achten

Grenzt Ihre Wohnung an ungedämmte Außenwände? Dann lassen Sie genug Raum zwischen Wand und Möbeln oder Bildern, damit die Luft dahinter zirkulieren kann.

  • Möbel bei Schimmelgefahr vor Außenwänden mit 10-20 cm Abstand aufstellen.
  • Zu Raumecken und Deckenkanten ca. einen halben Meter Abstand lassen.
  • An kritischen Außenwänden nur Möbel mit Füßen verwenden.
  • Einbauschränke, die oben oder unten geschlossen sind, grundsätzlich vermeiden.
  • Aus Hygienegründen (Schimmel und Milben) keine Bettkästen, sondern Betten auf Füßen verwenden, ganz besonders wichtig im Keller- und Erdgeschoss.
  • Küchenzeilen an Außenwänden unten und oben offen gestalten, d.h. Lüftungsgitter am Wandanschluss einplanen.
  • Bilder an Außenwänden mit Abstand aufhängen, z. B. mit Korkscheiben.

Richtig lüften statt klimatisieren

Bevor Sie im Sommer wegen überhitzter Räume auf ein Kühlgerät zurückgreifen, prüfen Sie vorher kostengünstige Alternativen.

  • Der Einsatz von außenliegendem Sonnenschutz ist effektiver als z.B. Innenrollos oder Gardinen.
  • Verschatten Sie die Fenster nicht so weit, dass Sie die Beleuchtung anschalten müssen. Deren Wärmeabgabe erhöht die Raumtemperatur weiter.
  • Falls möglich, öffnen Sie nachts die Fenster und lassen Sie die Räume auskühlen. Schließen Sie am Morgen wieder rechtzeitig die Fenster.
  • Beachten Sie: Wenn der Abluftschlauch eines Kühlgerätes in einem übergekippten Fenster liegt, gelangt über dieses Fenster wieder warme Außenluft in die Räume.

 

Multimedia

Stand-by vermeiden

Leerlaufverluste treten bei vielen Geräten auf, z. B. bei Satellitenempfängern, Steckernetzteilen, Anrufbeantwortern, schnurlosen Telefonen, Computern, DVD-Recordern, DVB-T-Receivern und DSL-Routern. Trennen Sie diese Geräte nach Möglichkeit bei Nichtgebrauch vom Stromnetz.

Kosten Leerlaufverluste (Quelle: ASEW)

Leerlaufverluste treten bei vielen Geräten - besonders in der Unterhaltungselektronik auf, trennen Sie diese Geräte nach Möglichkeit bei Nichtgebrauch vom Stromnetz. Die Tabelle verdeutlicht typische Kosten und Verbräuche durch Leerlaufverluste.

Tipp: Geräte mit so genanntem Auto-off-Schalter schalten sich nach einiger Zeit im Stand-by-Betrieb automatisch ab.

Netzschalter nutzen

Kaufen Sie ausschließlich Geräte mit einem Netzschalter. Betätigen Sie den Geräteschalter und nicht die Fernbedienung zum An- und Ausschalten des Gerätes.

Leerlaufverluste treten bei vielen Geräten auf, z. B. bei Satellitenempfängern, Steckernetzteilen, Anrufbeantwortern, schnurlosen Telefonen, Computern, DVDRecordern, DVB-T-Receivern und DSL-Routern. Trennen Sie diese Geräte nach Möglichkeit bei Nichtgebrauch vom Stromnetz. 

Schaltbare Steckerleisten

Geräte im "Stand-by"- oder Leerlaufmodus sind nicht wirklich ausgeschaltet. In einem Vier-Personen-Haushalt können sich dadurch die Stromkosten leicht auf 100 € und mehr im Jahr addieren.

Mit einfachen schaltbaren Steckerleisten kann man mehrere Geräte gleichzeitig komplett vom Netz trennen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Energieversorger nach einem Strommessgeräte und Überprüfen Sie damit Ihre Standby-Verbräuche. Dabei können Sie auch die Geräte identifizieren, die einen besonders hohen Standby-Verbrauch haben.

Achten Sie auch bei dem Neukauf von Geräten auf den Standby-Vebrauch.

Wer nicht auf den gewohnten Komfort verzichten und weiterhin Geräte per Fernbedienung einschalten möchte, kann Energie sparen, wenn geeignete Zusatzgeräte zwischen Steckdose und Fernseher, HiFi-Anlage usw. geschaltet werden.

Mit Schnur effizienter

Viele Kleingeräte gibt es als schnurlose Variante mit Akkuladestation. Prüfen Sie, ob Sie diesen Gerätetyp wirklich benötigen. Die Ladestationen haben meistens erhebliche Stand-by-Verbräuche auch wenn das Gerät nicht benutzt wird.

Notebooks nutzen

Wenn Sie nur gelegentlich an Ihrem Heim-PC arbeiten oder die Flexibilität eines Note- oder Netbooks zu schätzen wissen, können Sie mit diesen Geräten gegenüber herkömmlichen Desktop-PCs viel Energie einsparen.

Energieeffiziente Geräte kaufen

Achten Sie beim Neukauf auf die Verbrauchsdaten bzw. Energieeffizienz der Geräte. Über die Gesamtlebensdauer eines Gerätes gerechnet, sind die entstehenden Stromkosten oft höher als der Anschaffungspreis.

Inzwischen bieten Hersteller Produkte an, deren Betriebsmodi unterschiedlich bezeichnet sind. Fragen Sie kritisch nach, wie viel Strom bei welcher Einstellung verbraucht wird.

Tipp: Geräte mit so genanntem Auto-off-Schalter schalten sich nach einiger Zeit im Stand-by-Betrieb automatisch ab.

LED, LCD oder Röhre?

Den Stromverbrauch eines Fernsehgerätes bestimmen verschiedene Faktoren. Worauf Sie achten sollten, erfahren Sie hier.

Bei Fernsehern hat man nicht nur die Wahl in Bezug auf die Größe der Bildschirmdiagonale, sondern außerdem zwischen Röhrengeräten, LED-, LCD- und Plasmabildschirmen.

Je nach Gerätetyp unterscheidet sich der Strombedarf der verschiedenen Betriebsarten sehr. Der Stromverbrauch eines Fernsehers hängt vor allem von der Bildschirmgröße und dem Kontrast ab.

Der Energieverbrauch wird im Heimkino auch von der Helligkeit der Bildschirme bestimmt. Grundsätzlich gilt, dass LED Fernseher sparsamer als LCD Geräte sind. Röhrenmonitore verbrauchen im Vergleich zu LED- und LCD-Bildschirmen deutlich mehr Strom.

 

Haushalt

Bad: Baden, Duschen und Zähne Putzen

Wer warmes Wasser spart, spart gleichzeitig auch Energie. Hier unsere Wasserspartipps für's Baden und Duschen.

Duschen Sie, anstatt ein Vollbad zu nehmen: Die Energiekosten für ein Vollbad sind ungefähr dreimal so hoch wie für das Duschen.

Lassen Sie den Wasserhahn nicht unnötig laufen, wie z. B. beim Zähneputzen. Beim Duschen können bis zu 30% Wasser eingespart werden, wenn man das Wasser während des Einseifens abstellt.

Nutzen Sie, wo möglich, einen Spar-Duschkopf. Ersparnis: Mit Durchflussbegrenzern lassen sich beim Duschen bei gleichem Komfort 20 - 50 Prozent Wasser einsparen.

Einhebelmischarmaturen reduzieren den Wasserverbrauch, da sie die gewünschte Temperatur einstellen.

Reparieren Sie tropfende Wasserhähne umgehend. Wenn Wasserhähne tropfen verschwinden am Tag 45 Liter Wasser ungenutzt im Abfluss.

Bad: Perlatoren nutzen

Nutzen Sie, wo möglich, Durchflussbegrenzer oder Luftsprudler (Perlator). Achtung: Diese Maßnahmen sind nicht für Durchlauferhitzer und drucklose Speicher geeignet.

Ersparnis: Mit Durchflussbegrenzern lassen sich in einem 4-Personen-Haushalt bis zu 40 € pro Jahr mit 4 € Investition pro Stück einsparen.

Küche: Elektro- und Gasherd

Hier finden Sie hilfreiche Tipps zum energiesparenden Kochen.

Topf und Heizplatte sollten im Durchmesser übereinstimmen. Kochen Sie mit energiesparenden Töpfen (mit ebenen Böden und gut sitzenden Deckeln). Ersparnis: Im Vergleich zu einem gewölbten Boden spart der ebene Topf 15 Prozent Energie.

Lassen Sie beim Kochen konsequent den Deckel auf dem Topf. Ersparnis: Das spart weitere 60 Prozent Energie.

In der Gastronomie werden häufig Gasherde verwendet, weil sie Energie und Kosten einsparen und einen umweltfreundliche Alternative zu Elektroherden darstellen. Wenn in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus ein Gasanschluss vorhanden ist, sollten Sie ihn für effizientes kochen und backen nutzen.

Küche: Backofen

Hier finden Sie hilfreiche Energiespartipps rund um's Backen.

Verzichten Sie auf das Vorheizen des Backofens - es ist bei den meisten Gerichten nicht nötig.

Verwenden Sie die Umluftheizung des Backofens, da die Wärme besser übertragen wird und somit deutlich niedrigere Temperaturen für den Garprozess ausreichen. Das ist um 25 bis 40 Prozent sparsamer. Ein weiterer Vorteil: Sie können in mehreren Ebenen gleichzeitig backen.

Öffnen Sie die Backofentür nicht öfter und nicht länger als notwendig.

Wenn in Ihrer Wohnung oder in Ihrem Haus ein Gasanschluss vorhanden ist, tragen Sie mit dem Gebrauch eines Gasherdes zur Entlastung sowohl Ihres Geldbeutels wie der Umwelt bei.

Küche: Gefriergeräte

Gefriergeräte können richtige Stromfresser sein. Für einen energieeffizienten Betrieb von Kühlgeräten sind deswegen zwei Dinge wichtig: Kaufen sie energieeffiziente Neugeräte und nutzen Sie diese richtig.

Kaufen Sie lieber eine Gefriertruhe als einen Gefrierschrank - die Truhe verbraucht rund 12 Prozent weniger Strom. Verwenden Sie kein zu großes Gerät, denn eine halbleere Gefriertruhe benötigt fast so viel Energie wie eine gut gefüllte. 

Die richtige Größe des Gefriergerätes beträgt 50-80 Liter Nutzinhalt pro Person bei Haushalten mit geringer Vorratshaltung (Stadthaushalte mit kurzem Einkaufsweg). 100-130 Liter Nutzinhalt pro Person bei Haushalten mit ausgeprägter Vorratshaltung.

Stellen Sie Ihr Gefriergerät außerdem in einer möglichst kühlen Umgebung auf - eine um 2 °C niedrigere Umgebungstemperatur senkt den Verbrauch um ca. 60 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr.

Vereiste, verschmutzte oder marode Türdichtungen abtauen, putzen oder ersetzen, denn nur dichtschließende Türen sichern niedrigen Stromverbrauch. Öffnen Sie die Tür des Gefriergerätes nur so kurz wie nötig.

Küche: Geschirrspüler

Bei Geschirrspülern ist beides wichtig: Niedriger Energieverbrauch und schonender Umgang mit Wasser. Lesen Sie hier unsere Tipps für die sparsame Nutzung von Geschirrspülgeräten.

Achten Sie beim Neukauf von Geschirrspülern auch auf den Wasserverbrauch.

Mit Leihmessgeräten können Sie feststellen, wie viel Strom Ihre Haushaltsgeräte verbrauchen. Ihr Energieberater berät Sie gerne, ob es sich lohnt, ein neues Gerät anzuschaffen und welches Gerät am sparsamsten mit Strom und Wasser haushaltet.

Verzichten Sie vor dem Maschinenspülgang auf das Abspülen bzw. Vorspülen des Geschirrs per Hand. Entfernen Sie nur die Speisereste, bevor sie das Geschirr in die Spülmaschine geben.

Schließen Sie die Maschine, wenn Sie schmutziges Geschirr hineingestellt haben, damit Speisereste nicht festtrocknen.

Nutzen Sie das Füllvolumen des Geschirrspülers stets voll aus. Wählen Sie außerdem das Energiesparprogramm, wenn Geschirr und Gläser nur leicht verschmutzt sind.

Geben Sie dem energie- und wassersparenden Geschirrspüler den Vorzug vor dem Handspülen.
Ersparnis: Moderne Geschirrspüler benötigen heute nur noch neun Liter Wasser, um bis zu 14 Maßgedecke sauber zu spülen. Das spart bis zu 50 Prozent Energie und Wasser. 

Küche: Kleingeräte

Eine Kaffeemaschine (mit Thermoskanne) liefert Ihnen den heiß geliebten Muntermacher energiesparender und bequemer als das Aufbrühen von Hand mit einem Wasserkessel, mit dem das Wasser auf dem Herd erhitzt wird. Auch Eierkocher, Wasserkocher und Toaster gehen besonders sparsam mit Energie um.

Achten Sie bei Espressomaschinen und Kaffeeautomaten darauf, dass der Wassertank nicht ständig beheizt wird. Letzteres kann Kosten von bis zu 67 € pro Jahr verursachen. Manche Geräte werden zudem durch den Aus-Schalter nicht richtig vom Netz getrennt, was zu Stand-By Verbräuchen führt.

Um ständig warmes Wasser vorrätig zu halten, benötigen einige Geräte 60 Watt. So entfallen bis zu 80 Prozent ihres Strombedarfes auf den Warmhalte-Modus.

Küche: Gerätekauf Kühlschrank

Achten Sie beim Neukauf von Kühl- und Gefriergeräten auf den Stromverbrauch. Ersparnis: Für Kühl- und Gefriergeräte existieren zusätzlich zu den Energieeffizienzklassen von A bis G auch die Klassen A+ und A +++.

Kühlschränke sind im Vergleich zu anderen Haushaltsgeräten im Dauerbetrieb und haben daher einen großen Anteil am gesamten Stromverbrauch. In den vergangenen Jahren wurde an einer besseren Wärmedämmung, neuartigen Verdichtern und größeren Wärmetauscherflächen gearbeitet, so dass neuwertige Geräte der Energieeffizienzklasse A+++ rund 90 Prozent weniger Strom als alte Geräte der Effizienzklasse G verbrauchen.

Informieren Sie sich über besonders sparsame Geräte unter:
www.ecotopten.de oder unter www.energiesparende-geraete.de.

Kaufen Sie keinen überdimensionierten Kühlschrank. Die richtige Größe des Kühlschrankes: 60 Liter Nutzinhalt pro Person. Ausnahme: Für einen 1 bis 2-Personen-Haushalt sollte der Kühlschrank ungefähr 100-160 Liter Nutzinhalt aufweisen.

Küche: Nutzung Kühlschrank

Auch mit einer überlegten Nutzung können bei Kühlschränken Energieeinsparungen erzielt werden.

Wenn möglich, sollten Kühlgeräte und der Herd weit voneinander entfernt aufgestellt werden.

Hohe Umgebungstemperatur z.B. auch durch Sonneneinstrahlung oder die Heizung erhöht den Energieverbrauch der Kühlgeräte ebenfalls. Stellen Sie den Kühlschrank auf maximal 7°C ein.  Jedes Grad weniger kostet zehn Prozent mehr Energie.

Wäsche: Trockner

Finden Sie hier Tipps zum Kauf von energieeffizienten Trocknern. Lernen Sie außerdem, wie Sie durch effiziente Nutzung viel Energie einsparen können.

Mittlerweile erreichen auch Wäschetrockner die Energieeffizienzklassen A+++. Zu den besonders effizienten Geräten zählen Wärmepumpentrockner und Erdgaswäschetrockner. Diese sind zwar in der Anschaffung etwas teurer als herkömmliche Geräte, durch die geringen Betriebskosten rechnet sich eine Anschaffung nach kurzer Zeit.

Übrigens: Sonne und Wind sind frische, fleißige und völlig kostenlose Wäschetrockner. Überlegen Sie daher genau, ob Sie unbedingt einen Trockner verwenden müssen.

Schleudern Sie die Wäsche vor dem Trocknen, denn das verringert den Feuchtegehalt der Wäsche. Je höher die Schleuderdrehzahl der Waschmaschine, desto günstiger das Trocknen.

Wäsche: Waschmaschine

Achten Sie beim Neukauf von Waschmaschinen auf den Energie- und Wasserverbrauch.

Mit Leihmessgeräten können Sie feststellen, wie viel Strom Ihre Haushaltsgeräte verbrauchen. Ihr Energieberater berät Sie gerne, ob es sich lohnt, ein neues Gerät anzuschaffen und welches Gerät Strom und Wasser besonders sparsam nutzt.

Eine energiesparende Waschmaschine mit einem Fassungsvermögen von 5 kg verbraucht heute weniger als 1 kWh für eine 60 °C-Wäsche.

Waschen Sie Kochwäsche statt bei 90°C bei 60°C.

Der Stromverbrauch der Waschmaschine dient überwiegend zum Aufheizen des Wassers. Waschen Sie deshalb die Wäsche möglichst bei niedriger Temperatur. Außerdem wird Wäsche auch schon bei 60 °C richtig sauber - Kochwäsche sollte daher die Ausnahme sein.

Nutzen Sie die Füllmenge der Waschmaschine immer optimal aus. Verzichten Sie bei normal verschmutzter Wäsche auf den Vorwaschgang.
Ersparnis: Wenn Sie Buntwäsche bei 30°C bis 40°C waschen und bei weißer Wäsche auf Kochwäsche verzichten, können Sie im Jahr ca. 200 Kilowattstunden Strom, 5000 Liter Wasser und 16 Kilogramm Waschmittel sparen.

Nutzen Sie so häufig wie möglich Sparprogramme.

 

Beleuchtung

Richtige Lampe

Wählen Sie den Lampentyp nach dem Bedarf aus.

LED Beleuchtung

In den letzten Jahren haben LEDs (lichtemittierenden Dioden) große Fortschritte gemacht. Mittlerweile werden LEDs auch bei PC-Monitoren, TV-Geräte, Smartphones und Tablets eingesetzt. Bei einer Lebensdauer von bis zu 80.000 Betriebsstunden, rentieren sich die höheren Anschaffungskosten.

Vergleichen Sie den Stromverbrauch und die entstehenden Kosten der verschiedenen Beleuchtungsmittel an Hand der Tabelle. Wie Sie der Tabelle entnehmen können, lohnt sich der Einsatz von LEDs nicht nur für die Umwelt.

Leuchtstofflampen

Leuchtstofflampen werden oft für Arbeitsbereiche wie die Küche oder den Hobbyraum eingesetzt. Ihre Lichtausbeute ist ca. achtmal höher als diejenige herkömmlicher Glühlampen und ihre Lebensdauer ca. zehnmal länger.

Leuchtstofflampen benötigen für ihren Betrieb Geräte zur Strombegrenzung, so genannte Vorschaltgeräte. Diese verursachen Energieverluste, die je nach Bauart unterschiedlich hoch sind. Ein konventionelles Vorschaltgerät (KVG) verursacht z. B. in Kombination mit einer 18-Watt-Leuchtstofflampe eine zusätzliche Verlustleistung von acht Watt - insgesamt werden also 26 Watt aufgenommen. Ein sogenanntes verlustarmes Vorschaltgerät verursacht im gleichen Fall immerhin noch eine Verlustleistung von ca. vier Watt. Energieeinsparungen machen insbesondere elektronische Vorschaltgeräte (EVG) möglich. Weitere Einsparungen ergeben sich durch die Verwendung dimmbarer EVG in Kombination mit Tageslichtsensoren und Bewegungsmeldern. Dadurch lassen sich Einsparungen von bis zu 80 % erreichen.

Auch Leuchtstofflampen müssen wie Energiesparlampen als Sondermüll entsorgt werden.

Halogen

Halogenglühlampen eignen sich sehr gut für Akzentbeleuchtung bzw. gezielte Beleuchtung. Sie haben eine um etwa 25 % bessere Lichtausbeute als herkömmliche Glühlampen und die doppelte Lebensdauer. Halogenglühlampen sind jedoch keine Energiesparlampen.

Zusätzlich zur Lampe benötigen sie ein Netzteil (Trafo) für ihren Betrieb, da sie in der Regel nicht mit 230 Volt, sondern mit Kleinspannung zwischen 6 und 24 Volt betrieben werden. Konventionelle Trafos verbrauchen ca. 15 % der Lampenleistung als zusätzliche Energie, elektronische ca. 10 %, abhängig auch von der leistungsgerechten Auslegung des Trafos.

Energiesparlampen

Seit Energiesparlampen durchweg mit elektronischen Vorschaltgeräten ausgestattet sind, können sie bedenkenlos in Räumen mit häufigen Schaltzeiten eingesetzt werden.

Mittlerweile bieten Händler Energiesparlampen auch in der gewohnten Birnenform der konventionellen Glühlampe an. Unterschiedliche Lichtfarben, wie z.B. Warmweiß sind ebenfalls erhältlich. Eine Vielzahl von Sonderformen erhöht die Einsatzbandbreite, z.B. auch als Ersatz für Halogenlampen.

Verbrauchte Energiesparlampen gehören nicht in den Hausmüll, sondern müssen speziell entsorgt werden.

Vorteile der Energiesparlampen:

  • Äußerst energiesparend
  • Hervorragend für die Grundbeleuchtung geeignet
  • Dimmbar

Nachteile der Energiesparlampen:

  • Zur Anstrahlung bzw. Effektbeleuchtung ungeeignet.

Helle Raumgestaltung

Gestalten Sie Decken, Wände und Fußböden hell - sie "schlucken" weniger Licht.

Lampenschirme

Verwenden Sie gut reflektierende Leuchtenschirme und stauben Sie die Leuchten regelmäßig ab.

Indirekte Beleuchtung

Indirekte Beleuchtung benötigt für die gleiche Helligkeit (z.B. auf einer Arbeitsfläche) eine höhere Lampenleistung und damit mehr Energie.

Allgemeine Beleuchtung

Die Allgemeinbeleuchtung eher sparsam einsetzen, dafür aber den Arbeitsplatz gut beleuchten. Falls möglich Arbeitsplätze tageslichtorientiert einrichten.

Weniger ist mehr

Besser eine leistungsstarke als viele leistungsschwache Lampen einsetzen.