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Haushalts-Biogas-Entwicklungsprogramm Sichuan


Gold Standard CDM PoA, China

Das Biogas-Entwicklungsprogramm unterstützt bis zu eine Millionen ländliche Haushalte in der Provinz Sichuan bei der Bereitstellung, Instandhaltung und den notwendigen Reparaturen von Biogasanlagen für den häuslichen Gebrauch. Die Provinz gilt offiziell als Armutsbezirk und ist anfällig für Naturkatastrophen, wie Erdbeben.
Mit der Einführung des Gold Standard CDM-Projekts werden die Methanemissionen aus der existierenden Gülleverarbeitung vermieden, sowie das gewonnene Biogas für Koch- und Heizzwecke genutzt.
Bei Umstellung auf Biogas spart jede der teilnehmenden Kleinbauernfamilien pro Jahr rund 2 t CO2e aus Methan- und Kohlendioxidemissionen ein. Insgesamt werden jährlich ca. 800.000 t CO2e eingespart.


Sichuan Biogas-Entwicklungsprogramm, Quelle: UPM

Nachhaltigkeit

Nicht nur umweltfreundlich …

  • Durch die nachhaltige Bereitstellung von Energie und die Vermeidung unkontrollierter Verrottungsprozesse trägt das Projekt zur Vermeidung von CO2e-Emissionen bei.
  • Der in der Anlage verbleibende Gärschlamm ist ein hochwertiger Dünger, der zur Verbesserung von Ernteerträgen und Einsparung an Kunstdünger und Pestiziden beitragen kann.
  • Die Abhängigkeit von Feuerholz sinkt, wodurch vorhandene Ressourcen nachhaltig geschont werden.

… sondern auch sozial fair und engagiert.

  • Verbesserung der Lebensbedingungen von rund 1,2 Millionen Menschen in Sichuan durch die Einsparung von Brennstoffkosten.
  • Verringerung der Schadstoffbelastung der Atemluft im Haus und damit des Erkrankungsrisikos.
  • Schaffung von über 10.500 neuen Arbeitsplätzen insbesondere im Bereich des Baus und der Wartung der Biogasanlagen.
  • Rund 2.000 Kleinbauern und Maurer wurden im Rahmen des Projekts zu Technikern ausgebildet.

Spezifische Projektziele

  • Reduktion der CO2 -Emissionen
  • Nutzung von Biogas als erneuerbare Energiequelle
  • Verbesserung des Lebensstandards einkommensschwacher ländlicher Haushalte

Hintergrund

Die ländliche Bevölkerung in der Provinz Sichuan sammelt zum landwirtschaftlichen Gebrauch organische Abfälle in offenen Güllegruben. Zum Kochen, Heizen und für die Beleuchtung wird Kohle oder Brennholz genutzt.
Da sowohl die Verbrennung von Kohle zur Energieerzeugung als auch die offene Lagerung von Biomasse zur Entstehung von Treibhausgasen führt, subventioniert die chinesische Regierung den Einbau von Biogasanlagen für den häuslichen Gebrauch. Allerdings sind Anschaffungspreis sowie Folgekosten für Instandhaltung und Reparatur für viele einkommensschwache Familien zu hoch. Nur die zusätzlichen finanziellen Ressourcen, generiert durch den Verkauf von Emissionszertifikaten, ermöglicht den Einbau der Biogasanlagen für die ohnehin einkommensschwache Bevölkerung.

Die Fakten auf einen Blick


Sichuan Biogas-Entwicklungsprogramm, Quelle: UPM

Projektstandard

CDM-Projekte (Clean Development Mechanism) sind Emissionsminderungsprojekte, die im Rahmen des Kyoto-Protokolls in Entwicklungs- und Schwellenländern durchgeführt werden. Kontrolliert und zertifiziert werden CDM- Projekte durch den CDM-Exekutivrat des Klimasekretariats der Vereinten Nationen (UNFCCC: United Nations Framework Convention on Climate Change).
Der Zusatz des Gold Standards bei CDM- oder VER- Projekten steht für ein zusätzliches Augenmerk auf nachhaltige Entwicklungsimpulse, welche durch die Durchführung der Emissionsminderungsprojekte in den Schwellen- und Entwicklungsländern hervorgerufen werden sollen. Zudem werden nur solche Projekte zertifiziert und verifiziert, bei denen die lokale Bevölkerung in den Entscheidungsprozess miteinbezogen wurde.

Emissionsreduktionen

Jährlich werden durch das gesamte Projekt ca. 800.000 t CO2 pro Jahr eingespart.

Status und Laufzeit

Im Jahr 2014 wurden die ersten Gold Standard CERs aus dem Projekt ausgegeben.
Die Laufzeit des Projekts beträgt 28 Jahre.


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